Vom Umgang mit Künstlernachlässen

Eine Veranstaltung des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe (RAK) in Kooperation mit dem Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbands Rheinland (LVR)

15. September 2011 — LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Pulheim

In den Hinterlassenschaften von Künstlerinnen und Künstlern finden sich unterschiedlichste Materialien aus dem Schaffensprozess, darunter auch Alltagsdokumente (Briefe, Tagebücher, Hinweise auf die Haushaltsführung oder auf Reisen etc.), die unmittelbar den Kontext der künstlerischen Arbeit erhellen können. Die Familie, Freunde und Weggefährten, aber auch externe Verantwortliche stehen stets vor dem Problem der Sichtung und Beurteilung solcher Materialien, bis dann ein „Nachlass" in einem anspruchsvollen Sinne formiert werden kann, welcher dem Menschen und dem Werk gerecht wird. Viele dieser Fragen werden aktuell auch unter dem Aspekt der Erwerbung sowie des finanziellen Wertes und der Nutzung („Verwertung") betrachtet. Über den Umgang mit den Werknachlässen und den Ansammlungen von persönlichen Dokumenten gibt es gewiss mehr als eine Strategie. Die hiermit zusammenhängenden Probleme sollen in einem Workshop gemeinsam diskutiert werden. Begleitend zur Veranstaltung zeigt das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe (RAK) eine Ausstellung mit Exponaten aus ihren Beständen.

Es sprechen:

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Dr. Wilfried Dörstel, Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Dipl.-Restaurator Volker Hingst, LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Dr. Gora Jain, Forum für Künstlernachlässe, Hamburg
Silvia Köhler M. A., Nachlassstiftung für Mannheimer Künstler, Mannheim
Wolfgang Lorentz, Dipl.-Wirtschaftsjurist
Dr. Arie Nabrings, LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Claus K. Netuschil, Kunst Archiv Darmstadt e. V., Darmstadt
Dr. Hans M. Schmidt, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn
Daniel Schütz M. A., Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn
Dr. Wolfgang Trautwein, Direktor des Archivs der Akademie der Künste, Berlin

Moderation:

Dr. Tobias Wall, Karin Abt-Straubinger Stiftung für Kunst und Kultur, Stuttgart