Schaffen für die Ewigkeit? Künstlernachlässe und ihr Fortbestand

Eine Veranstaltung des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe, Bonn, in Kooperation mit dem Künstlerverein Malkasten und dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf

30. November 2012 — Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf — 11.00-17.00 Uhr

Das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern zielt auf langfristige Gültigkeit. Es soll die Gegenwart überdauern und als Aussageform auch von zukünftigen Generationen anerkannt und verstanden werden.

Doch wie steht es um die Lesbarkeit unserer Epoche der individuellen Bildsprachen in der Zukunft? Werden kommende Generationen zu den Aussagen heutiger Künstlerinnen und Künstler noch Zugang finden? Wie wird zukünftig mit Kunstwerken umgegangen, deren spezieller Sinn und Wert nicht mehr erkannt wird?

Nicht selten erlangen erst in der distanzierten Rückschau Werkkomplexe oder genuine Bildsprachen einen hohen Stellenwert, die zu Lebzeiten des Künstlers nicht wahrgenommen wurden. Ein aussagekräftiger biographischer und werkdokumentarischer Nachlass ist dann die Voraussetzung, um das Schaffen des Künstlers erneut zu befragen.

Das Ziel dieses Symposions ist vor allem die Sensibilisierung von Künstlerinnen und Künstlern über den Erkenntniswert ihres eigenen Schrift- und Dokumentennachlasses, als spezielle Hilfe zur Sicherung des geschaffenen Werks. Hier sind insbesondere die Kunstschaffenden selber angesprochen, schon zu Lebzeiten auf eine sorgfältige Dokumentation zu achten.

Die Veranstaltung will vor allem die Initiative und die Eigenleistung der Künstler zur Sicherung ihres Nachlasses und Gedächtnisses in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken.

Es sprechen:

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe
Jutta Giffels, Kompetenz-Center Stiftungen der Stadtsparkasse Düsseldorf
Robert Hartmann, Vorsitzender des Künstlervereins Malkasten, Düsseldorf
Kay Heymer, Museum Kunstpalast Düsseldorf
Camill Leberer, für die Stiftung für Konkrete Kunst und Design, Ingolstadt
Wolfgang Lorentz, Dipl.-Wirtschaftsjurist und Autor der Publikation „Kunst hat Recht(e)“
Dr. Marie-Luise Otten über den Nachlass von Peter Brüning
Marianne Schirge, Leiterin des Kulturamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf
Daniel Schütz, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe
Dr. Hans M. Schmidt, ehem. Abteilungsdirektor am Rheinischen Landesmuseum Bonn über die K. O. Götz- und Rissa-Stiftung
Dr. Siegfried Wagner, Max-Klinger-Haus in Naumburg
Erwin Wortelkamp, über den Skulpturenpark "IM TAL" (Westerwald)

Moderation:

Dr. Tobias Wall, Karin Abt-Straubinger Stiftung für Kunst und Kultur, Stuttgart